Glück

Letzte Woche Donnerstag war ich abends auf dem Weg zur Schule. Ich war eingeladen, mich auf zwei Elternversammlungen als neue Emglischlehrerin vorzustellen.

Es war gerade kalt geworden, ich kam ins Schleudern und landete mit meinem Golf im Straßengraben und das Auto drehte sich auch noch auf das Dach.  ich wurde ins Krankenhaus gebracht und durchgeleuchtet, aber bis auf meinen durch die Decke explodierten Blutdruck und einem blauen Fleck wurde nichts gefunden. Erst die Tage danach beschwerten sich die meisten meiner Gelenke und Nackenmuskulatur. Schließlich kurbelten meine Gedanken auch noch mal alles durch, doch jetzt geht es mir wieder besser, auch Dank meiner Therapeutin, bei der ich zufällig gerade einen Termin hatte.

Hatte ich Glück? Der Sanitäter meinte, ich hätte gleich mehrere Schutzengel gehabt.

Meine Begleiter: das Ampelmännchen, ein Glücksschweinchen und Geburtstagsherzen

Meine Begleiter: das Ampelmännchen, ein Glücksschweinchen und Geburtstagsherzen

Es hätte auch ganz anders sein können. Mein Auto war reichlich demoliert, aber dann doch noch reparabel. Momentan steht es in der Werkstatt und wird hoffentlich nächste Woche Freitag wieder fertig. Wenn ich an die Reparaturkosten denke, bekomme ich Zahnschmerzen, aber da muss ich wohl durch.

Heute gab es im Fernsehen sehr viele Berichte über Eisregen und glatte Straßen, da wurde mir bewusst, dass ich nicht allein bin.

Ich wünsche euch einen unfallfreien Winter. Habt eine schöne Woche.

mein neuer Flitzer

Letzte Woche hatte mein Göttergatte beschlossen, ich wäre nun lange genug ohne Auto unterwegs, also musste ein neues her. Im Internet kann man vieles finden, aber wenn man spezielle Wünsche hat, wird es ganz schnell überschaubar. In unserem Falle sollte es ein 1,9er TDI von VW sein, maximal von 2006 (wie mein verflossener Polo)  und nicht mehr als 7000,-€ (oberste Schmerzgrenze) kosten. Und so fanden wir schließlich einen Golf, in der Nähe von Stuttgart (ist ja nur ein Katzensprung von hier … :-D), den wir am Samstag abholen wollten.

Nachts um 1:30 Uhr ging es los. Mein Allerbester hatte vorher geschlafen (knapp 4 Stunden) ich nicht. Dafür war ich ja noch an der Verpflegungsfront aktiv gewesen. Sobald ich im Bus saß, fiel ich schon ins „Fahrkoma“  😉 . Das gelingt mir eigentlich immer, wenn ich nicht selbst fahren muss.  Je weiter südlicher wir kamen, desto dicker wurde der Nebel. Schließlich waren wir kurz vor Zehn in Altdorf am Autohaus.

Das Wetter konnte sich nicht so richtig zwischen schön und weniger schön entscheiden ...

Das Wetter konnte sich nicht so richtig zwischen schön und weniger schön entscheiden …

Schnell noch einen Spaziergang ….

… und schließlich ab ins Autohaus. Da isse schon meine Signalschleuder … ganz in Gelb. (Hat mein Schatz ausgesucht, nicht ich.)

Dann wollten wir ihn begutachten, meinen neuen Golf. (Seht ihr dahinter die Paintball-Halle?) Bis dato war mir noch nie eine aufgefallen.

Aber auch diese hätte ich vielleicht ignoriert, wenn ich nicht die Dreikantfeile so schön gefunden hätte, die davor stand …

Während wirklich viele (ausschließlich männliche) Besucher in die Halle gingen, obwohl urplötzlich die Sonne herunter strahlte, verluden wir den Golf.

Da steht er. Für 5500,-€ durften wir ihn mitnehmen.

Trotz der einen oder anderen Macke, hier ein Kokelschaden im Frontscheinwerfer, doch ein netter Preis oder?

Auf dem Rückweg schauten wir bei der Lütten vorbei, die sich gerade in Waldenburg für eine dreiwöchige Einweisung in die Firma befand, für die sie am Montag nach Shenyang fliegt.

Hinten das Firmengebäude, in dem sie jeden Tag schlauer gemacht wurde.

Und das sind die Dinge, worum es geht. Man beachte den „Riesen“ auf dem Zeigefinger meiner Tochter … Das ist auch noch eine Spule für welches Gerät auch immer … Das war beeindruckend.

Es fiel uns schwer, aber so gegen 15:00 Uhr mussten wir wirklich weiter gen Heimat.

Ziemlich schnell wurde es dunkel. Bis vor Leipzig war das kein Thema, dort jedoch sollte uns das zum Verhängnis werden. Es gibt vor dem Hermsdorfer Kreuz (von Süden gesehen) eine riesige Baustelle, in der erst auf zwei Spuren verengt wird und diese dann getrennt werden. Auf der Anzeige stand, wer auf die B38 möchte, muss sich rechts einordnen. Kein Wort davon, dass alle, die lieber nach Berlin wollten, sich links hätten einordnen müssen. Mit Anhänger gilt unser VW-Bus als LKW, somit sind wir verpflichtet, in Baustellen rechts zu fahren. Also landeten wir urplötzlich im Leipziger Land und kein einziger Weg führte zur Autobahn zurück …  Wir mussten bis zum Hermsdorfer Kreuz über die Dörfer fahren und konnten erst dann wieder geradewegs nach Hause weiter.  Dieser „Abstecher“ kostete uns fast 40km und eine Stunde Zeit ging verloren.

So waren wir froh, als wir gegen 23:00 Uhr auf’s Grundstück rollten und endlich ins Bett gehen konnten.

Am nächsten Morgen wurde abgeladen.

Während mein Schatz das „Grobe“ managte, …

… durfte ich zumindest die Gurte wieder zusammen rollen.

Anschließend brachte meine bessere Hälfte den Anhänger zum Verleih zurück und wir konnten wenigstens den Rest  des Sonntags   genießen.  Nach über 1400km Fahrweg war das auch nötig …

Fühlt euch gedrückt.

Lauter Eindrücke

Heute war ich streckenweise sehr beeindruckt.  Mein Schatz fuhr mit mir zum Bereich Verkehr, so heißt das hier tatsächlich. Wir fuhren erst mal daran vorbei, weil wir irgendwie etwas Anderes erwartet hatten.

Da ist es, wir fanden es tatsächlich, rechter Hand ist der Eingang zum „Bereich Verkehr“ …

Zunächst ließen wir einen Anhänger, den LKW und den T5 zu, das kostete 80,60€ – da war ich das erste Mal platt.

Anschließend beantragte ich meinen neuen Führerschein, neuer Schein +++ 30,-€, Verlustanzeige des alten Scheins 30,-€, vorläufiger Führerschein 15,-€ und Porto zum Zuschicken = insgesamt 77,50€. Das verblüffte mich ein zweites Mal.

 

So kann ich jetzt aus dem Haus: Reisepass, Meldebescheinigung und vorläufiger Führerschein.

Heute Abend war  Vorleseabend in unserer Schule.  Ich wollte das Buch „Dirk und ich“ von Andreas Steinhöfel vorstellen.

Ich kam beinah zu spät, weil ich gerade ein anderes tolles Jugendbuch las  von Edgar Rai “ Salto rückwärts“.

Ich habe im Netz tatsächlich die englische Ausgabe gefunden … 

auch ein tolles Buch

Zu guter Letzt musste ich auch noch unbedingt einen Stern häkeln nach der Vorlage, die Regula  in ihrem Blog erwähnte.  Ich würde auch gern in ihrem Häkelkreis mithäkeln, aber bis jetzt war ich zu müde, um mir den  englischen Text  durchzulesen. Aber schaut mal:

Regulas Stern – leicht abgewandelt. Der ist schon verschenkt, zum Geburtstag einer guten Freundin (gestern).

Meine Große hat mich übrigens auch verblüfft, schaut in meinem Handarbeitsblock „Terras Kreativecke“ nach.

Ausschnitt ihres neuesten Bildes

Habt eine schöne Woche!

Bernau

Gestern war ich in Bernau, weil ich meinen Flitzer abmelden wollte …    Das ging relativ flott (ich musste nur eine halbe Stunde warten, dann war alles vorbei). Tja, damit ist klar, der Polo ist Schrott (wirtschaftlicher Totalschaden). Eine Reparatur hätte 16.000 € gekostet, Wiederbeschaffungswert = ca. 7000 €, diese Differenz ist schon ordentlich und nicht auszugleichen 😦  Also adé du schicker Polo Cross, ich hatte viel Spaß beim Fahren und noch mehr beim Tanken (4,7l Diesel Durchschnittsverbrauch fand ich ganz lecker).  So bin ich denn jetzt als Fußgänger unterwegs.

Gestern also in Bernau / Barnim. Weil die Sonne wirklich angenehm wärmte, bin ich noch mal losgezogen, um mich zu verabschieden. Noch mal durch Altbekanntes bummeln …  Erst da fiel mir auch auf, dass ich mir ja jetzt hier (in Oberhavel) erst wieder alles neu aneignen muss, wo gehe ich hin, wenn ich dieses oder jenes brauche …    Tja, ist halt die Krux eines Umzugs.

Meine Abschiedsfotos:

Bernau ist genau wie Berlin, im 13. Jahrhundert gegründet worden und für mich durchaus einen Besuch wert. Wer mittelalterliche Spektakel mag, sollte am besten am zweiten Juniwochenende des Jahres kommen, weil dann das Hussitenfest stattfindet (von Freitag bis Sonntag). Ein kunterbunter Umzug durch Bernaus Stadtgeschichte und sehenswerte Ritterspiele (mit vor allem tschechischen Akteuren –> Jan Hus‘ Nachfahren) machen dieses Wochenende zu einem tollen Vergnügen. Ihr seht, ich war da 😛

Momentan sollte man sich nicht zwingend auf unsere öffentlichen Nahverkehrsmittel verlassen. Ich konnte zwar mit einer ABC-S-Bahn-Karte sehr schnell mit einem IC bis Gesundbrunnen mitfahren (nur knapp 10 Minuten!), aber dann schlug der S-Bahn-Gott erbarmungslos zu: Schon in Gesundbrunnen musste ich drei Bahnen (fast 12 min) abwarten, bis die vierte dann endlich Richtung Bornholmer Straße fuhr. Dort musste ich in den Schienenersatzverkehr umsteigen (einmal über die gesamte Brücke latschen …), um dann in Schönholz meiner S-Bahn nach Hennigsdorf hinterher zu gucken … nochmal 20 min Wartezeit. Das schlaucht.  Dieser unhaltbare Zustand wird noch bis 5. November andauern.

Hoffen wir das Beste.

Fühlt euch gedrückt und habt eine wunderschöne nächste Woche!

Ob ich jetzt meinen versprochenen Ich-bin-wieder-da-Kommentar von meiner Jüngsten kriege (auf den ich schon eine Woche warte)?  😛