Wieder da / home again

Seit ein paar Tagen bin ich wieder zu Hause.  In Russland war es wunderbar, anstrengend, seltsam, faszinierend und unheimlich zugleich. Inzwischen versuche ich meine vielen Eindrücke aus Russlands Grenzstadt zwischen Asien und Europa zu sortieren, die Fotos (irgendwas um die 1000) zu sichten und schließlich hier ein paar ins Netz zu stellen.

A few days ago I went home. In Russia it was beautyful, oddish, exhausting, fascinating and scary together. Now I try to sort my impressions from the Russian major city at the border between Asia and Europe, to see the fotos (round about 1000) and at last to publish some here.

Warum Tscheljabinsk / Russland? Why Cheljabinsk / Russia?

Früher in der Schule haben wir Russisch gelernt (lernen müssen). Ich habe in den 80ern sogar Russisch (neben Geografie) studiert und war deshalb 1986 ein halbes Jahr in Odessa (hauptsächlich für Geschichts- und Literaturvorlesungen und -prüfungen). Im alltäglichen Leben waren wir deutschen Studenten damals unter uns und fanden kaum Kontakt zu Einheimischen. Nach der Wende wollte dann keiner mehr Russisch lernen, also habe ich es seit 1990 nicht mehr praktiziert. Es ist unglaublich, was und wie viel man vergisst. Als meine Freundin zu ihrer Familie nach Tscheljabinsk reisen wollte, da fand ich die Aussicht faszinierend, auch mal wirklich Einheimische besser kennen zu lernen.

In former times at school we learned Russian (had to learn). In the 80ies I studied Russian (and Geography). Therefor I was in Odessa at 1986 for a half year (mainly I had lectures and examens  in History and Literature). In the common life we German students were among us and found barely contacts to the locals. After changing time in the GDR noone wanted to learn Russian so I didn’t practise it since 1990.  Unbelievible, how much you could forget. When my friend wanted to travel to her family in  Chelyabinsk, I was fascinated from the possibility to better learn locals.

St. Petersburg

PicMonkey Collage5

Mascha und ich in St. Petersburg

Nach einem zweistündigem Flug mit Air Rossiya mit extrem engen Sitzreihen und teilweise genervtem Personal kamen wir mittags in St. Petersburg an. Da wir neun Stunden Aufenthalt hatten, wollten wir die Stadt mit einer Busrundfahrt erkunden.

After a two hours flight with Air Rossiya in extrem closely sitting rows and sometimes nerved staff we reached St. Petersburg at midday. Because we had nine hours free time, so we wanted to explore the city by bus.

PicMonkey Collage1

Auf dem Newskij Prospekt fanden wir viele Musiker und Spaziergänger. At the Newskij Prospekt we found many musicians and walkers.

Auf dem Newskij Prospekt fand eher ein Straßenfest statt, also konnten wir die Busfahrt vergessen. Aber bei über 30°C war eine Flussfahrt sowieso besser.

At the Newskij Prospekt happened a street festival, so we could forget the  bus tour.  But at 30°C and more a trip on the river and canals could be better.

Man achte auf die tanzfreudige Babuschka.  You should  look at the dancing  Babuschka.

Man achte auf die tanzfreudige Babuschka. You should look at the dancing Babuschka.

Das riesige Einkaufszentrum in der  Mitte der Stadt ist das zweitgrößte Russlands nach dem Moskauer GUM.  This big shopping mall is the second after the GUM in Moscow, the biggest one in Russia.

Das riesige Einkaufszentrum in der Mitte der Stadt ist das zweitgrößte Russlands nach dem Moskauer GUM. This big shopping mall is the second after the GUM in Moscow, the biggest one in Russia.

Das Gostiny Dvor in St. Petersburg ist so groß wie ein ganzes Stadtviertel. Deshalb konnte ich es auch nicht vernünftig fotografieren. Sehr imposantes Gebäude.  The Gostiny Dvor in St. Petersburg is as big as a whole quarter. That’s why I couldn’t take a nice foto of it. Very imposing.

PicMonkey Collage3Schließlich fanden wir den Gribojedow – Kanal, von dem wir zu einer sehr erfrischenden und interessanten Tour starteten.    In conclusion we found the Gribojedow – Canal, where we started to an very refreshing and interesting tour.

PicMonkey Collage4Eines der spannendsten Gebäude am Gribojedow – Kanal ist die Erlöserkirche, die zur Erinnerung an das Attentat gegen Alexander II. gebaut wurde.

One of the most impressive buildings at the Gribojedow – Canal is the Church of the Redeemer, which was built to remember to the assassination attempt on Alexander II.

Durch St. Petersburg fließt die Newa. Through St. Petersburg flows the river Newa.

Durch St. Petersburg fließt die Newa. Through St. Petersburg flows the river Newa.

Peter, wie die Stadt auch vereinfacht von den Russen genannt wird, hat so viele schöne Plätze, dass ich hier gar nicht alles zeigen kann. Deshalb nur einige Fotos.

Peter, like the city shorted named from the Russians, has so many beautyful places, I never could show it here. So only some fotos yet.

Die Peter-Pauls-Festung auf der Haseninsel mit Badestrand  /  The Peter - Pauls - Fortress at the rabbit island with the bathing beaches

Die Peter-Pauls-Festung auf der Haseninsel mit Badestrand / The Peter – Pauls – Fortress at the rabbit island with the bathing beaches

PicMonkey Collage8PicMonkey Collage9Habt noch eine schöne Woche!  Have  a good week!

Sie ist weg

Nachdem wir jetzt ein paar Tage gemeinsam in Familie die Tage verbringen konnten, musste unsere Lütte gestern wieder zurück nach Shenyang. Dort wird sie jetzt bis Ende März bleiben. Einerseits freue ich mich natürlich, dass sie das Abenteuer Ausland genießen kann, andererseits habe ich natürlich Bammel, weil sie so weit weg ist.

Zu Weihnachten haben wir ihr jedenfalls eine vernünftige Reisetasche geschenkt, damit sie gut unterwegs sein kann. Weil sie dunkelblau so mag, aber die ja auf dem Gepäckband so unauffällig ist, habe ich noch ein Schmankerl am Griff befestigt, damit sie unverwechselbar wird.

Tolle Reisetasche von Kipling - sehr stabil und mit Rollen, sowie Tragegriff.

Tolle Reisetasche von Kipling – sehr stabil und mit Rollen, sowie Tragegriff.

Mehr dazu auf  Terras Kreativecke  .

Sie hat uns schon geschrieben, dass sie gut ankam, aber  etwas unter Schlaflosigkeit leidet. Das wird hoffentlich bald besser.

Habt noch eine schöne Woche. Ich genieße  die letzten freien Tage.  😀

Schätze

Gestern, am ersten Advent, waren wir  mal wieder in Biesenthal. Dort lager(te)n immer noch einige Dinge von uns auf Dachboden oder im Keller. Diesmal  haben wir auf jeden Fall den Keller und einen Teil des Dachbodens ausgeräumt.

Dabei haben wir tatsächlich zwei Kartons gefunden, die ich schon seit Jahren vermisst hatte …

Alles "alte" Gläser, hauptsächlich zur Hochzeit bekommen ...

Alles „alte“ Gläser, hauptsächlich zur Hochzeit bekommen …

Vorn geschliffene Römer von meinem Vater zu DDR-Zeiten besorgt ...

Vorn geschliffene Römer von meinem Vater zu DDR-Zeiten besorgt …

Ich hatte vergessen, dass wir diese Gläser, als wir 1998 unsere Schrankwand aus dem Wohnzimmer entfernten, „vorläufig“ in Kisten geparkt hatten und diese dann im Schuppendachboden landeten. Daher bin ich sehr glücklich, dass wir sie wieder gefunden haben …  nach 14 Jahren (omG).

Diese Woche hatte mein Schatz auch mal Zeit, mir ein paar Borde im Bad anzubringen - und schon sieht es gleich viel wohnlicher aus ...

Diese Woche hatte mein Schatz auch mal Zeit, mir ein paar Borde im Bad anzubringen – und schon sieht es gleich viel wohnlicher aus …

Auch dieses Regal und das Bild fanden ihren Platz.

Auch dieses Regal und das Bild (unserer Großen) fanden ihren Platz.

Dieser tolle Spiegel samt Lampe stammt aus unserem alten Biesenthaler Bad. Ich mag die beiden so sehr ...

Dieser tolle Spiegel samt Lampe stammt aus unserem alten Biesenthaler Bad. Ich mag die beiden so sehr …

Es hat inzwischen hier geschneit und es ist sehr kalt geworden.  Dabei wird einem auch zunehmend bewusst, wie undicht die Eingangstüren sind…  Da müssen wir wohl demnächst noch viel davor hängen und ich mich an die Nähmaschine schwingen …

Bei Nadelspiel.com von EliZZZa nahm ich an einem Weihnachtswichteln teil, wo mir Chikuchiku ein tolles Päckchen schickte und das ist bisher daraus geworden:

Seht ihr noch die ganzen Überraschungspäckchen?. Die muss ich noch alle ausstricken.

Seht ihr noch die ganzen Überraschungspäckchen?. Die muss ich noch alle ausstricken.

Doch dazu mehr auf meinem Handarbeitsblock: Terras Kreativecke.

Habt eine schöne Woche!

Steigerung …

Wir sind’s nur …

Kann man „shit happens“ eigentlich noch steigern?

Da fällt mir gerade ein, ich hatte mal irgendwo den Spruch gelesen:

Freu dich über jeden Tag,

es könnte schlimmer kommen.

Das kann ich momentan wohl über mein Leben drüber schreiben – so als Leitspruch. Letzte Woche war ich krank, erst war die Stimme weg, dann kann alles, was zu einem ordentlichen Schnupfen dazu gehört, inklusive diverser Hustenorgien,  vorzugsweise nachts.

Am Mittwoch fuhren wir zu unserer Jüngsten nach Hamburg, obwohl es mir nicht gut ging, wollte ich unbedingt mit. Ich hätte es lassen sollen. Ich hatte mich sehr gefreut, aber ich war keine Hilfe beim Möbelschleppen, auch unausgeglichen und seeeehr müde … Als wir abends dann nach Hause fuhren, verlor ich auf halbem Wege nach Hause irgendwo in der mecklenburgischen Pampa auf einem Parkplatz meine Papiere, mein Geld, alles.  Aufgefallen ist es mir erst Freitagabend, als ich etwas bezahlen wollte.  Alles ist ersetzbar, die Geldkarten sind gesperrt, die Konten nicht angerührt …, aber ich trauere. Am meisten um meinen Führerschein. Das war noch mein Original von 1983, die rosafarbene DDR-Pappe, man war ich da noch jung.

Wie man jetzt alles neu beantragen muss, macht es einem auch nicht leichter. Alles dauert und ich habe gegenwärtig nur meinen Reisepass mit meiner Verlustanzeige drin, hat mir die nette Dame von der Meldestelle empfohlen.

Meinen Führerschein kann ich noch gar nicht beantragen, weil der ja noch aus Papier war. Da muss jetzt erst mal das Gegenstück aus dem Berliner Archiv zu der für mich zuständigen Dienststelle in Oranienburg geschickt werden und erst dann kann ich meine Pappe neu bestellen (was danach nur noch drei bis vier Wochen dauert).  Oh, ich freue mich, glaube ich, auf Weihnachten :-D.  Vielleicht  bin ich dann wieder im Besitz aller notwendigen Papiere …

Aber noch was Schönes:

Minni wächst und gedeiht. Und sie nervt Kalli, wo sie nur kann. Der wiederum erträgt sie allermeistens seeehr geduldig und sie sind sehr zusammen gewachsen. Schaut:

Seht ihr den blauen Augenhintergrund von Minni? Der wird sicher bald so orange wie der von Kalli.

Ziemlich müder Haufen …

Ej, lass gut sein …

Ich hoffe, euch geht es gut und ihr habt eine schöne Woche!

Fühlt euch gedrückt!

Baden gegangen

In den letzten Tagen hatte ich mich ja ziemlich rar gemacht, was daran lag, dass wir fast ununterbrochen eingepackt, Möbel geschleppt und auch etwas wieder ausgepackt hatten. Biesenthal ist jetzt fast leer und hier stapelt sich alles. So nebenbei hat mein Bester auch noch eine Garage abgerissen und zu Hause sogar noch am Bad gewerkelt. Puuh, ich war an meiner Leistungs- und Belastungsgrenze und mein Männe hatte eindeutig mehr Disziplin. Dafür hab ich immer ein Auge darauf, dass er wenigstens ab und zu pausiert und auch etwas zu sich nimmt. 🙂  Soll mir ja schließlich nicht komplett vom Fleisch fallen …

Denke ich an Bad, dann habe ich unser Bad in Biesenthal vor Augen. Als wir 1995 dieses Haus bauten, waren wir zu Weihnachten eindeutig pleite, so dass wir auf die Fliesen und diverse Zubehörteile noch fast ein Jahr sparten, bevor wir es überhaupt in unserem Sinne  ausbauen konnten. Obwohl ich es heute anders gestalten würde, bin ich immer noch zufrieden mit unserer Leistung, aber seht selbst ( Bilder 1 bis 5):

Wie man hoffentlich sehen kann, waren wir durchaus detailverliebt. Und auch bei den Materialien wollten wir nicht zu sehr sparen. Deshalb dauerte es ja auch etwas länger mit der Fertigstellung.

Hier gibt es noch viel zu tun, aber wenigstens sind wir inzwischen hier eingezogen und ich profitiere auf jeden Fall von dem kurzen Weg zur Arbeit. Allerdings sind wir auch in Biesenthal noch nicht ganz fertig und wenigstens einmal müssen wir dort noch einkehren, um restliches Gepäck abzuholen. Das reicht dann aber auch …

Fühlt euch gedrückt!